Schlafstörungen

Der Schlaf gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen – genau wie Essen und Trinken. Gesunder Schlaf ist eine essentielle Grundlage unserer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit.

Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. Oft klagen die Betroffenen über Ein- und Durchschlafstörungen, schlechte Schlafqualität, Tagesmüdigkeit, Tagesschläfrigkeit, Sekundenschlaf, Anspannung, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Depression.

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Beruflicher und privater Stress, Trauer, Depression, Schnarchen mit und ohne Atemaussetzer, vermehrtes Wasserlassen, Husten, Schmerzen, Muskelkrämpfe oder unruhige Beine – die Ursachen von nicht erholsamem Schlaf sind vielfältig.

Chronische Schlafstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden, die Gesundheit und Lebensqualität. Sie sind ein Risikofaktor für Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Diabetes mellitus, Depression und Demenz, aber auch für Eigen- und Fremdgefährdung durch Arbeits- und Verkehrsunfälle.

Digitale Schlafmedizin

Die schlafmedizinische Versorgung in Deutschland entspricht schon lange nicht mehr dem internationalen Stand der Forschung und Entwicklung im Bereich der digitalen Medizin. Wir schöpfen den medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und international konkurrenzfähige schlafmedizinische Versorgung bei weitem nicht aus.

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Am Institut für Digitale Schlafmedizin kann jeder Patient mit Schlafstörungen und nicht erholsamem Schlaf von besseren Diagnosen und fortschrittlicheren Behandlungen profitieren, die auf fachlicher Kompetenz in Schlafmedizin, Digitalisierung und Telemedizin beruhen. Weitere Vorteile sind kürzere Wartezeiten, telemedizinische (ortsunabhägige) Erreichbarkeit und digitale Arzt-Patient-Kommunikation.

Als forschender Schlafmediziner und Ingenieur leiste ich seit Jahren einen international anerkannten Beitrag zur Entwicklung innovativer digitaler Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren für Menschen mit Schlafstörungen. Diese digitalen Technologien verbessern den Behandlungserfolg, vereinfachen die Abläufe für Patienten und behandelndes Personal und optimieren die Kommunikation zwischen Arzt und Patient, die unverrückbar im Mittelpunkt des Behandlungsprozesses steht.

Die Behandlung von Schlafstörungen am Institut für Digitale Schlafmedizin erfolgt in drei Schritten:

  1. Diagnostik
  2. Therapie
  3. Verlaufsmanagement

Diagnostik

Je präziser die Diagnostik der Schlafstörung, umso besser der Behandlungserfolg. Art und Umfang der notwendigen Untersuchungen und der zum Einsatz kommenden digitalen Techniken werden im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient individuell vereinbart.

Der typische Ablauf der Diagnostik stellt sich wie folgt dar:

  • Terminvereinbarung
  • Arzt-Patient-Gespräch
    • telemedizinisch, in der Videosprechstunden oder
    • persönlich vor Ort, im Institut für digitale Medizin
  • Bewertung aller Vorbefunde
  • Schlafspezifische Fragebögen zur Selbstbeurteilung

    • digital, am Computer oder Smartphone oder
    • analog auf Papier
  • Vigilanz-/Schläfrigkeitstests
  • Digitales Monitoring

  • Ergänzende Diagnostik
  • Besprechung von Befunden und Therapieplanung

    • telemedizinisch, in der Videosprechstunde oder
    • persönlich vor Ort, im Institut für Digitale Schlafmedizin

Therapie

Die Ergebnisse der schlafmedizinischen Diagnostik, die fachliche Expertise von Schlafmediziner und Behandlungsteam sowie der Einsatz der neuesten Behandlungsstrategien ermöglichen die Festlegung eines Behandlungsplans, der so individuell, flexibel und präzise wie möglich gestaltet wird.

Um den Patienten die gesamte Bandbreite der schulmedizinisch erforschten und etablierten Therapien auf höchstem Niveau anbieten zu können, sind wir mit schlafmedizinischen Experten aus anderen Sparten der Medizin (Pneumologie, HNO, Neurologie, Psychiatrie usw.) national und international vernetzt.

Spezifische Behandlungsmethoden:

  • Schlafhygiene
  • Lebensstiländerung, Fitness
  • Nächtliche Überdruckatmung („positive airway pressure“, PAP)
    PAP-Modus:
    • CPAP: „Continuous PAP“
    • APAP: „Automatischer PAP“
    • ASV: „Adaptive Servo-Ventilation“
  • Unterkiefer-Protrusionsschienen
  • Atemwegsstimulation (Hypoglossus-Schrittmacher)
  • Sauerstoff-Langzeittherapie
  • Medikamente
  • Interdisziplinäre Methoden

Verlaufsmanagement

Nachfolgeuntersuchungen sind ein essentieller Bestandteil der erfolgreichen schlafmedizinischen Behandlung. Dabei handelt es sich um Teamarbeit – der Patient ist nicht nur Mittelpunkt, sondern ist selbst ein wichtiges Mitglied des Behandlungsteams. Der Nutzen von Verlaufsuntersuchungen ist dann besonders groß, wenn sich der Patient und alle an der Behandlung beteiligten Versorger und Ärzte als aktive Mitglieder dieses Teams verstehen und kommunizieren.

Bereits im ärztlichen Gespräch lassen sich viele Probleme erkennen und geeignete Lösungen finden. Aber nicht jede persistierende oder neue Schlafstörung und nicht jedes Behandlungsproblem lässt sich durch die einfache Befragung und Untersuchung des Patienten klären. Mithilfe der digitalen Medizin werden komplexe Probleme rasch und präzise erkannt und oft mit geringem Aufwand gelöst.

Daneben wird die notwendige Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und allen am Behandlungsprozess beteiligten Ärzten und Leistungserbringern wesentlich verbessert. Am Institut für Digitale Schlafmedizin sind flexibel terminierte Verlaufskontrollen die Regel. Das optimale Intervall hängt ab von den aktuellen Beschwerden und Befunden des digitalen und telemedizinischen Monitorings. Dabei stehen folgende Methoden zur Verfügung:

  • Video-Sprechstunde mit zertifizierter Software
  • Soft- und Hardware aus eigener Entwicklung
  • Schlafprofil: Apps von SleepScore Labs
  • Telemanagement für die qualitativ hochwertige PAP-Therapie:
  • Neueste Entwicklungen für die häusliche Schlafdiagnostik
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